Rolf Schulze - Kloster Lehnin

Gedenken an Rolf Schulze
Gedenkkundgebung Rolf Schulze
Foto: JWPmittendrin

Erstmals nach zwanzig Jahren fand am 07. November 2012 eine Gedenkkundgebung für Rolf Schulze statt. Unter dem Motto „Niemand ist Vergessen“ versammelten sich rund 50 Menschen auf dem Markgrafenplatz in Kloster Lehnin.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Linksjugend [solid'] Potsdam-Mittelmark und dem Antifaschistische Netzwerk Brandenburg/Havel – Premnitz – Rathenow. Von der Gruppe wird ein öffentliches Gedenken für den ermordeten Obdachlosen in Lehnin angemahnt. Möglicherweise in Form einer Gedenkplatte, ähnlich wie die für Sven Beuter in Brandenburg an der Havel oder die für Emil Wendland in Neuruppin. Außerdem wurde in einem Redebeitrag die Idee aufgegriffen, eine weiterführende Erinnerungsarbeit im Ort zu initiieren, beispielsweise in Form von jährlichen Schulprojekten zum Thema Rechte Gewalt und Sozialdarwinismus.

Warum es zwanzig Jahre dauerte, bis in Lehnin an Rolf Schulze erinnert wurde, hat wohl verschiedene Ursachen. Zum einen kamen weder das Opfer noch die Täter aus Lehnin und Umgebung. Sie alle stammen aus der Region um Zossen und Königs Wusterhausen. Zum anderen liegt der Tatort am Kolpinsee ein Stück entfernt vom Ort Lehnin. Beides macht es leicht den schrecklichen Mord zu verdrängen.

[1] AFN, 08.11.2012, Gedenken an Rolf Schulze, Gedenken an Rolf Schulze

"Gedenken an Rolf Schulze"

Filmbeitrag des JWPmittendrin